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Die Wildbienen benötigen unsere Unterstützung!

Wildbiene behaftet mit Pollen

Die Wildbiene

ist ein überaus friedliebendes Insekt. Sie ist weder an Ihrem Marmeladen- oder Wurstbrötchen, noch an Ihren Getränken interessiert. Die Gefahr von einer Wildbiene gestochen zu werden ist sehr gering, da die solitär lebende Wildbiene keine Vorratshaltung für ein Volk und deren Nachwuchs, noch für den Winter anlegen muss.

Gelbbindige Furchenbienen beim Schlafen in einer Blüte entdeckt

Wie schon erwähnt, sind die meisten Wildbienenarten solitär lebende Bienen, sie sorgen nur für sich und ihre Brut. Ihre Lebensaufgabe besteht allein in der Fortpflanzung! Sie stechen nur, wenn sie selbst akut bedroht werden und auch dann ist der Stich meist nicht so schmerzhaft wie bei Honigbienen. Bei manchen Arten ist der Stachel sogar zu schwach um die menschliche Haut zu durchdringen.

Insofern können Sie ein Bienenhotel gefahrlos auf den Balkon, die Terrasse oder im Garten aufhängen. Und Sie haben nebenbei die Möglichkeit, von Ihrem Sitzplatz aus, das interessante Verhalten der kleinen fleißigen Bienchen zu beobachten.

Wir wissen, das die Wildbienen für die Bestäubung unerlässlich sind. Unter anderem, weil typische Nistgelegenheiten wie Totholz in Gärten und der freien Natur kaum noch zu finden sind.

Europaweit zählt man etwa 2.500 verschiedenen Wildbienenarten. Davon sind ca. 560 in Deutschland bekannt, wovon 50% in ihrem Bestand gefährdet sind. Auszug von: Westrich P, Frommer U, Mandery K, Riemann H, Ruhnke H, Saure C, et al. Rote Liste der Bienen Deutschlands (Hymenoptera, Apidae)(4. Fassung, Dezember 2007). Eucera. 2008;1(3):33-87.