Die Weiden 

Salix

Weidenkätzchen ist eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen

Die Weiden, im Sprachgebrauch wird sie nur 'Weide' genannt. Es gibt 450 Arten in Form von Bäumen, Sträucher bis zu Zwergsträuchern, die Sal-Weide und die Trauerweide sind die bekanntesten Arten.

Bäume können eine stattliche Höhe von 30m erreichen, während ein Zwergstrauch es gerade mal auf 10cm Höhe schafft.

Viele Mythen und Geschichten ranken um die Weide. So ist sie auch bekannt als 'Mondscheinbaum'. Zu Zeiten der Hexenverfolgung glaubte die damalige Bevölkerung, dass der Teufel im Astwerk wohnt.

Weidenkörbe werden heute noch hergestellt und gerne benutzt

Die Weiden wurde früher in Verbindung mit Lehm, beim Häuserbau genutzt.

Winzer banden mit Weidenruten die Reben an ihren Stöcken fest.

Dünne Weidenäste dienten den Menschen um ihre Schuhe zu binden.

Und aus den enorm biegsamen Ästen des Baumes stellten sie Körbe her. Bis in die heutige Zeit sind echte Weidekörbe immer noch ein begehrter Aufbewahrungs- oder Transportgegenstand. 

Vor einigen Jahren erkannte man den Nutzen der Weiden für die Energiewirtschaft.

Forst- und Landwirtschaftliche Betriebe bauen die schnellwachsende Weiden an, die innerhalb kurzer Zeit zu Holz-Hackschnitzel und Papierholz verarbeitet werden kann.

Wildbienen beim Pollen sammeln an einer Weide

Die Blüten der Weide -die sogenannten Weidenkätzchen- gehören im Frühjahr mit ihrem hohen Pollen- und Nektargehalt zu den wichtigsten Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten. Aus Artenschutzgründen ist es daher ratsam, sich beim Schneiden der Weidenkätzchen zurückzuhalten.

 

Zwischen dem 1. März und dem 30. September ist es außerdem ganz verboten, Zweige mit Palmkätzchen abzuschneiden, egal ob diese im eigenen Garten oder in freier Wildbahn wachsen. Die Zeitspanne gilt als Schonzeit für den Baum-, Hecken- und Strauchschnitt.

Aufbrechende Weidenblüte

Pflanzeninfo

Pollen:     * * * *

Nektar:    * * * *

Blüte:       März - Mai

Pflanzzeit: Juni - Juli Stecklinge schneiden, nur vom privaten Grundstück
Größe:      20 cm
Standort:  Sonne und Schatten

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Wie alle Weiden sind Sal-Weiden zweihäusig.

Das bedeutet, dass auf einer Pflanze entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten wachsen. Zuerst sind die Blüten samtige Kätzchen. Die männlichen Blüten werden später leuchtend gelb, die weiblichen Blüten dagegen unscheinbar grün. Bienen fliegen zuerst zu den attraktiveren männlichen Weidenkätzchen und danach mit den Pollen im Gepäck zu den weiblichen Weiden. Dadurch werden die Blüten bestäubt. Erst nach der Blüte wachsen Blätter an der Weide.

Weidenkätzchen männliche Blüte

Obwohl die Menschen die Weide mit vielem vermeintlich Bösem verbanden, kannten sie die medizinische Wirkung der Weide.

Gesundheitsfördernde Wirkstoffe in Rinde und Blättern halfen gegen Fieber, Magen-Darm-Erkrankungen oder Kopfschmerzen

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